Kisslegg / Get Stoked Festival (04.08.06) - Intimes Konzi, chilliger Abend
Zwei Monate hatten wir jetzt eine Konzertpause eingelegt und waren alle tierisch heiß drauf endlich wieder live zu spielen. Mit diesem Gig auf dem Get-Stoked-Festival sollten wir die zweite Konzert-Saison 2006 einläuten.Natürlich sah das Wetter (wie immer, wenn wir ein Open-Air spielen) nicht gerade rosig aus und wir waren bereits als zweite Band um 17:30 Uhr (eine halbe Stunde nach Beginn des Festivals) gesetzt wurden. Als wir gegen 16:30 Uhr dann mal alle komplett eingetrudelt waren, stellten wir fest, dass noch sehr wenig Leute auf dem Festival anwesend waren und ich zudem unser komplettes Merchandise vergessen hatte...als die erste Band spielte war so gut wie niemand im Zelt, was ich ziemlich schade fand, da diese Band enorm geil war – das waren ja super Prognosen. Beim Umbau füllte sich das Zelt dann zumindest mit einer kleinen Horde pogowilliger Punkrocker, was schon mal wieder Mut machte. Eine halbe Stunde hatten durften wir nur spielen und es war wie gesagt noch so gut wie niemand da. Besagte Horde Punkrocker ließ es sich aber nicht nehmen auch im kleinen Kreis zu pogen und so wurde dieses Konzert doch noch recht witzig – auch wenn ich es mal als das ... sagen wir ... intimste Konzert aller Zeiten bezeichnen möchte, weil sich die Hörerschaft doch in Grenzen hielt – trotzdem zogen wir unser Programm mit soviel Power wie immer durch. Mit dem Satz „War schön, dass ihr da wart; ich würde mal sagen wir flacken uns jetzt alle auf dem Zeltplatz zusammen und machen gemeinsam Party“ verabschiedeten wir uns.
Nach dem Gig aßen wir erst mal, da wir ja schon früh am morgen los gefahren waren und die
meisten von uns noch nichts im Magen hatten. Nachdem wir unsere Zelte aufgestellt hatten gesellten wir uns in die illustere Runde der Punks, die sich mittlerweile auf dem Zeltplatz gebildet hatte. Auf meine Frage, ob sie denn gar nicht mehr vor hatten auf das Festival zu gehen hörte ich, dass sie alle nur wegen uns gekommen waren und ohnehin keine andere Band mehr angucken wollten. Wow – 10 Euro Eintritt für eine halbe Stunde StaatsPunkrott ... Respekt das ist schon heftig! Auf jeden Fall wurde es recht schnell tierisch witzig mit den ganzen Leuten, spätestens jemand von Chris der Berg und mir wissen wollte wie denn unsere Nippel aussehen und wir die Frage mit „Das ist so ungefähr wie...Kennst du diese ovalen Teller mit dem Mozarella drauf? Wenn das Wasser von den Tomaten den Motzaarella kontaminiert und das dann so seltsame Konsistenz annimmt? So sieht das aus!“ beantworteten. Diese Erklärung war so abstrus, dass es von dem Moment an die Erklärung für so ziemlich jede Frage darstellte. Nichts desto trotz führte ich an diesem Abend viele nette Gespräche mit diesen wirklich sehr angenehmen Leuten.Nachdem wir uns den Rest des Abends mit einem witzigen Beieinander bei Bier und Wein vertrieben hatten gingen wir gegen 4 Uhr pennen. Da sich aber einige der Leute irgendwann dazu entschlossen „Auf wir jeden uns direkt bei StaatsPunkrott neben das Zelt und labern was das Zeug hält!“ wurde zumindest für mich nicht viel aus dem Schlaf, weswegen ich mich dazu entschloss mit den Leuten einfach noch mehr dämliche Witze zu reißen. Alles in allem also ein schöner Abend auf diesem Festiva, bei dem wir vielleicht nicht den geilsten Auftritt unseres Lebens spielten aber neue Freundschaften entstanden die das Ganze allemal wert waren...Jänz Jensen

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