Sonntag, Januar 28, 2007

Coburg / Domino (27.01.07) - Schwüle Luft, kochende Stimmung und coole Berliner

[=SPR=ler Jänz Jensen und Radio Havanna Sänger Fichte beim Versuch "fertig" auszusehen]

ENDLICH! Die alljährliche Konzertpause über den Jahreswechsel, die bei uns dieses Jahr seit dem 16.12. andauerte, war mir schon tierisch auf die Nerven gegangen und ich hatte richtige Entzugserscheinungen vom Konzerte spielen. Nun stand ja mit dem 27.01. der erste Gig 2007 an. Im Vorfeld gab es einige Probleme – der Gig wurde vom 21.01. auf den 27.01. verschoben und Mr. Data fiel studienbedingt aus! Der Gig musste aber trotzdem nicht ausfallen, da Ersatz-=SPR=ler „Alex der Hügel“ (der kleine Bruder von Chris der Berg) ja live jeden von uns, der ein Saiteninstrument hält, ersetzten kann und so musste wir keinen der Coburger Fans (die in Massen da waren!) enttäuschen.
Ein weiterer Grund, weshalb ich mich sehr auf dieses Konzert freute war, dass wir mit Radio Havanna zusammen spielten. Mit Sänger Fichte hatte ich nämlich schon einigen netten Mailkontakt gehabt, da ich die Jungs ja mit auf meinen Nix-Gut Sampler „PUNK – Das ist unser Kult!“ draufgenommen hatte und ihr Album bei mir eine ganze Weile rauf und runter lief. Beim Essen saßen wir zusammen und die Jungs bekamen erst mal einen herzhaften Eindruck von uns als John Lemon seine Theorie einer fahrenden Wiese mit Rädern unten dran, die davon betrieben wird, dass Kühe auf ihr weiden und die von ihnen abgegebenen Verdauungsgase als Kraftstoff funktionieren, kundtat. Diese Ausführung wurde grinsend und kopfschüttelnd aufgenommen. Doch, wie nicht anders zu erwarten: Beide Bands verstanden sich super! Die Zeit bis zum Gig verbrachte ich zum Großteil mit Sänger Fichte und sehr angenehmen und witzigen GeSPRächen.
21:30 Uhr gings für uns los und da bereits vorab ständig Menschen mit SPR Shirts an uns vorbeiliefen und mit uns unsere Songs anstimmten waren wir auch sehr optimistisch – zu Recht: Spätestens beim zweiten Song kochte die Stimmung, es gab sehr wilden Pogo vor der Bühne und die Songs wurden genau so laut wie bei den Fan-Accapella-Einlagen vor dem Gig mitgesungen. Das Ganze war ein wahrer Hexenkessel. Die Luft auf der Bühne war so dünn und stickig, dass ich bereits vor dem ersten Song schwitzte und ab Mitte des Konzerts gab es zunehmend nackte Oberkörper, die sich dicht vor die Bühne drängten und uns feierten, zu bestaunen. Das ging so weit, dass uns ab Mitte des Sets ständig schwindlig wurde, was uns aber nicht daran hinderte das ganze Set bis zum Ende mit voller Power durch zu ziehen. Alex der Hügel spielte alles super souverän (und die verkackte „Pro Gurke“ Version musste einfach drin sein, sonst denken die Leute noch wir spielen Playback). John Lemon spielte derweil zum ersten Mal mit freien Oberkörper (der alte Poser), auf dem ich ihn vor dem Gig eine Liebesbekundung in Form des Radio Havanna Schriftzugs und einem Herzen mit einem Pfeil durch verpasste, die von Fichte mit „Es gibt nur einen Gott – StaatsPunkrott“ erwidert wurde. Nach einer Stunde beendeten wir ein absolutes Highlightkonzert und wurden selbst beim Abbauen von „StaatsPunkrott!“ SPRechchören des Publikums begleitet. Danke Coburg es war der geilste Start in ein Konzertjahr, den wir je erlebt haben!
Nach dem Konzert mussten wir recht schnell weg, da Melli in ihren 18. reinfeierte und wir da natürlich aufkreuzen mussten (auch wenn wir am Auto noch von Autogrammjägern in Form von ein paar Mädels aufgehalten wurden). Schade natürlich, weil wir gern noch Radio Havanna gesehen hätten. Aber nach dem Abend, den wir zusammen hatten, steht ohnehin fest: Das war nicht das letzte Zusammentreffen mit diesen netten Berliner Jungs!
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Jänz Jensen

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