Coburg / Domino (27.01.07) - Schwüle Luft, kochende Stimmung und coole Berliner
Ein weiterer Grund, weshalb ich mich sehr auf dieses Konzert freute war, dass wir mit Radio Havanna zusammen spielten. Mit Sänger Fichte hatte ich nämlich schon einigen netten Mailkontakt gehabt, da ich die Jungs ja mit auf meinen Nix-Gut Sampler „PUNK – Das ist unser Kult!“ draufgenommen hatte und ihr Album bei mir eine ganze Weile rauf und runter lief. Beim Essen saßen wir zusammen und die Jungs bekamen erst mal einen herzhaften Eindruck von uns als John Lemon seine Theorie einer fahrenden Wiese mit Rädern unten dran, die davon betrieben wird, dass Kühe auf ihr weiden und die von ihnen abgegebenen Verdauungsgase als Kraftstoff funktionieren, kundtat. Diese Ausführung wurde grinsend und kopfschüttelnd aufgenommen. Doch, wie nicht
21:30 Uhr gings für uns los und da bereits vorab ständig Menschen mit SPR Shirts an uns vorbeiliefen und mit uns unsere Songs anstimmten waren wir auch sehr optimistisch – zu Recht: Spätestens beim zweiten Song kochte die Stimmung, es gab sehr wilden Pogo vor der Bühne und die Songs wurden genau so laut wie bei den Fan-Accapella-Einlagen vor dem Gig mitgesungen. Das Ganze war ein wahrer Hexenkessel. Die Luft auf der Bühne war so dünn und stickig, dass ich bereits vor dem ersten Song schwitzte und ab Mitte des Konzerts gab es zunehmend nackte Oberkörper, die sich dicht vor die Bühne drängten und uns feierten, zu bestaunen. Das ging so weit, dass uns ab Mitte des Sets ständig schwindlig wurde, was uns aber nicht daran hinderte das ganze Set bis zum Ende mit voller Power durch zu ziehen. Alex der Hügel spielte alles super souverän (und die verkackte „Pro Gurke“ Version musste einfach drin sein, sonst denken die Leute noch wir spielen Playback). John Lemon spielte derweil zum ersten
Nach dem Konzert mussten wir recht schnell weg, da Melli in ihren 18. reinfeierte und wir da natürlich aufkreuzen mussten (auch wenn wir am Auto noch von Autogrammjägern in Form von ein paar Mädels aufgehalten wurden). Schade natürlich, weil wir gern noch Radio Havanna gesehen hätten. Aber nach dem Abend, den wir zusammen hatten, steht ohnehin fest: Das war nicht das letzte Zusammentreffen mit diesen netten Berliner Jungs!
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Jänz Jensen
Labels: Konzertbericht

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