Idar-Oberstein / Depot (10.02.07) - Vom Karter zur Backstage-Party
[Die Zugaben verwandelte das Publikum auf der Bühne in eine Riesenparty]
Um 15 Uhr holten Mr. Data und ich Chris der Berg und Alex der Hügel (der diesmal den Ersatz für John Lemon gab) ab. Bei beiden hatte der Vorabend, den wir auf dem Geburtstag einer Freundin verbrachten, wohl wesentlich länger gedauert als bei mir. Beide kamen absolut verkatert und mit sehr kleinen Augen aus dem Haus – Alex hatte einen Eimer in der Hand und erklärte dazu: „Den nehme ich wohl besser mit ins Auto, ich hab heut schon 6 Mal gekotzt.“ Als wir auf der Hinfahrt Rast an einer Tanke machten, pennte er sogar im Stehen ein.Eine wahre Glanzleistung erfolgte anschließend beim Unterfangen unser komplettes Equipement und vier Leute in einen kleinen Kia mit winzigem Kofferraum zu bekommen. Kennt
ihr die Werbung, in der ein Mann so tetrismäßig Möbelstücke in ein Auto befördert? So ungefähr könnt ihr euch das Vorstellen.Als wir Idar-Oberstein um 19 Uhr erreichten, waren beide aber wieder einigermaßen bei Kräften. Wir wussten, dass an diesem Abend auch ein Parallelkonzert stattfand – witzig hieran ist, dass dort auch eine Öhringer Band spielte. Da fährt man über 300 km quer durch Deutschland und nebenan spielt eine Band aus der Heimat. Trotzdem hatten wir uns sehr auf das Konzert im letzten Selbstverwalteten Juz in Rheinland-Pfalz gefreut.
Die Jungs von der Vorband Seitenschneider empfingen uns überaus herzlich und wir verstanden uns auf Anhieb sehr klasse, was in einer super Backstage-Party endete. Schön war auch, dass einige Street-Team-Member da waren, die natürlich prompt freien Eintritt bekamen und ebenfalls mit uns bei Freibier im Backstage feierten. Tja, da soll mal einer sagen ANMELDEN lohnt sich nicht! Auch der Drummer von unseren Labelkollegen Splash war anwesend, um unser Konzert zu sehen. Ein überaus netter Mensch!
Vor dem Konzert fanden außerhalb wohl noch heftige Polizeikontrollen statt, da einige Skinheads, die auf dem Weg zum Parallelkonzert waren, randaliert hatten. Da sie danach nicht mehr von Taxis mitgenommen wurden, fanden auch einige den Weg auf unser Konzert.Seitenschneider lieferten eine überaus witzige Show ab und der Sänger ließ sehr provokante SPRüche in Richtung der Skins ab, bei denen es uns wunderte, dass er nicht noch eine aufs Maul bekam. Amüsant waren sie trotzdem allemal!
Als wir um 23 Uhr anfingen, war der Club trotz Parallelkonzert gut gefüllt und die Pogostimmung auch schnell am Start. Alex der Hügel lieferte wieder grundsolide Ersatzarbeit – Danke Alter, du rockst einfach! Zwischendrin nahm die Pogostimmung mal ab, aber ab „Mein letztes Lied“ kochte es wieder vor der Bühne und die Zugaben wurden gefeiert ohne Ende.
Zum Schluss waren viele Leute aus dem Publikum auf der Bühne und sangen mit uns zusammen. So schlossen wir ein schönes Konzert ab.Danach feierten wir noch etwas mit den Seitenschneider-Jungs, mussten dann aber recht schnell aufbrechen, da wir ja noch über 3 Stunden Heimfahrt vor uns hatten, die wir uns mit Hans Sölner-Songs verkürzten. Chris der Berg und ich hatten bei ausgiebiger Erkundung einer Raststätte auch viel zu lachen, aber das steht auf einem anderen Blatt …
Jetzt haben wir ja erstmal ein Off-Wochenende bevor es in zwei Wochen nach Stuttgart geht, was auch recht interessant werden dürfte.
Jänz Jensen
Labels: Konzertbericht

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