Sonntag, Februar 25, 2007

Stuttgart / Universum (23.03.07) - Sabotage von Oben

[Mag =SPR= nicht: Der Heilige Christophorus]
Der Heilige Christophorus, seines Zeichens Schutzpatron der Autofahrer, meint es im Jahr 2007 wohl nicht unbedingt gut mit =SPR= - aber lasst mich mit der Geschichte von vorn beginnen:
Wir hatten uns mal wieder unseren Bus gemietet, da wir auch das Drumset selbst mitbringen sollten, und brachen mit diesem um 15 Uhr auf. Chris der Berg + Freundin, John Lemon, Merchandiser Ernst Lustig und meine Wenigkeit am Steuer. Als wir bereits kurz vor Stuttgart waren, blieb ständig das Kupplungspedal einfach stecken und kam erst nach einer Weile „Rumgespiele“ (wie es John nannte) wieder heraus. Irgendwann reagierte der Bus gar nicht mehr auf das Schalten, sondern war einfach immer im Leerlauf und so blieben wir mitten auf einer Bundesstraße stehen. Warndreieck aufstellen, dem Veranstalter sagen, dass wir uns wohl einige Stunden verspäten werden und den Vermieter anrufen. Dieser brachte uns coolerweise innerhalb von 1 ½ Stunden einen Ersatzbus – Danke! Die Wartezeit verkürzte sich jeder auf seine Weise. Während ich meine Gitarre neu besaitete und mit Chris laberte, spielten John Lemon und Ernst Lustig Fußball mit einem Buch, was sie am Straßenrand gefunden hatten.
Irgendwann ging’s dann im neuem Bus weiter und wir konnten auch endlich Mr. Data am Bahnhof in Stuttgart einlesen – der arme Kerl musste 3 Stunden allein auf uns warten und hatte somit am wenigsten Spaß.
Mit 3 Stunden Verspätung kamen wir im Universum an. Zeug reinschleppen, Soundcheck und die bekannten Gesichter begrüßen, dann war es fast schon Zeit für unseren Auftritt. Davor stellten sich Pöbel&Gesocks im Backstageraum noch als sehr nette und witzige Typen raus – ich möchte mal behaupten die Jungs und die Leute, die sie so dabei hatten, waren vom Verhalten her mit Abstand die lockerste bekannte Band, die wir bisher supportet haben!
21:15 Uhr betraten wir die Bühne. Unsere Befürchtungen, dass der Auftritt der totale Reinfall werden könnte, da es zwischen den P&G- und SPR-Publikum eher weniger Schnittmengen gibt, erwiesen sich als unbegründet. Vor der Bühne standen Leute, die uns feierten und die Texte mitsangen, es gab viel Applaus und der Rest vom Club (der sich nicht dem Pogo hingab) hörte interessiert zu – Fazit: Solides Konzert!
Danach hatten wir ja viel Zeit. War wirklich was anderes, mal wieder als Opener zu spielen und nicht wie sonst als Hauptband 1 Uhr sondern 22.15 Uhr schon fertig zu sein. So gaben wir uns nach PlanungsgeSPRächen, dem exzessiven Alkoholgenuss hin und feierten eine recht witzige Backstageparty (bei der Chris John als Liebesbekundung zerkautes Brot vor den Kopf knallte, was John mit der Dekoration von Chris Haaren mit Orangensaft erwiderte).
Bei der Rückfahrt saß Mr. Data am Steuer und wir feierten noch weiter. Als wir in einer Raststätte noch ein paar Dosen Bier kaufen wollten, sahen wir wieder den Satz, der uns schon öfter aufregte: „Kein Alkoholverkauf von 0 – 7 Uhr“. Was zur Hölle soll das?! Ist es irgendwie gravierend schlimmer um diese Zeit Bier zu trinken? Ein ungeklärtes Mysterium. John Lemon diskutierte mit der Kassieren todernst:
Kassiererin: „Ich darf ihnen da wirklich nix verkaufen!“
John: „Ja und was ist mit anderem Zeug?“
Kassiererin: „Was meinen sie bitte?“
John: „Ja das Übliche halt – LSD und so!“
Irgendwann ließ sie uns dann doch mit ein paar Dosen ziehen (Chris der Berg: „Das werde ich ihr nie vergessen!“) und so tuckerte ein Bus voller besoffener Idioten ohne weitere Panne nach Hause.Wirklich coole Livepics von http://www.keitan.de/ findet ihr HIER.

Jänz Jensen

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