Samstag, März 10, 2007

Wiesloch / Lochness (09.03.07) - Von Freunden, SPRit und komischen Ansagen

[Sicher nicht der letzte gemeinsame Gig: =SPR= und Sinus]

So geht’s manchmal im Leben: Vor gut 1 ½ Jahren organisierten engagierte Fans in Wiesloch ein =SPR= Konzert, man lernte sich kennen und mögen. Mittlerweile haben diese Fans mit ein paar Kumpels eine Band gegründet, die sich da Sinus nennt und wenn man befreundet ist und auf der Homepage der Band sogar bei Vorbilder was von =SPR= steht, war’s natürlich Ehrensache, dass wir gemeinsam einen Gig spielten, auf den sich beide Seiten schon seit einiger Zeit sehr freuten! Fast hätte eine Grippewelle diesen ja zunichte gemacht, da Mr. Data und ich schon ziemlich heftig krank waren (ich bin heut so heißer, dass ich beim SPRechen fast noch witziger klinge als normalerweise beim Singen).
Um 18:30 Uhr kamen wir an, begrüßten die alten Bekannten, den coolsten Clubbesitzer der Welt und gingen erstmal mit einer Horde von 15 Mann etwas essen.
Die Zeit bis zum Gig ging dann total schnell rum, und –wow- das Lochness war voll! Hierzu muss man vielleicht wissen, dass einer unserer Lochness Gigs immer noch den Negativ-Rekord an Besucherzahlen hält (auch wenn das damals der Stimmung keinen Abbruch tat). Sinus lieferten eine wirklich coole Show und brachten den Stimmungspegel ganz hoch. Das war mal eine der Vorbands, die man sieht und weis, dass diese Jungs echt noch von sich Reden machen werden. Hat uns allen sehr gefallen.
Als wir um 21:45 Uhr anfingen, war es schon wieder unglaublich heiß. Kondenswasser hing an den Wänden, es war stickig, der Raum voll und das Publikum in Bombenstimmung. Vom ersten Song an war dieses Konzert eine einzige Party und für uns der pure Spaß. Wir donnerten Song für Song raus und ließen uns zu den dämlichsten Aktionen hinreißen. Chris der Berg zog es dieses Mal vor ohne Hose und Barfuss zu spielen – und ließ dann ständig in unsere Richtung verlauten „Wie haltet ihr das nur mit Hose aus?“. Auch muss ihm gestern irgendjemand was ins Bier gemischt haben, denn die Drummaschine donnerte ständig Blastbeats in die Ansagen, bis ich ihn dann mit einer halben Flasche SPRudel abkühlte. John Lemon und Herr Berg tauschten noch Sympathiebekundungen aus, während Mr. Data und ich ständig irgendwelche Songs umdichteten. Auch ansagenmäßig liefen wir zu Höchstformen auf. Während Chris der Berg seinen speziellen Humor unter die Leute brachte (den ich jetzt besser nicht rezitieren möchte), outete ich erfundene sexuelle Vorlieben von Mr. Data und John Lemon erläuterte neue Beischlafpraktiken. Ich möchte mal meinen, dass wir vom Ansagenniveau gestern jedes 80er-Jahre-ärzte-Konzert getoppt haben. Aber den Leuten gefiel es und wie pflegt John Lemon immer zu sagen? „Niveau ist keine Handcreme!“
Als wir unser langes Set durch hatten, wollte man uns aber auch nach den Zugaben noch nicht gehen lassen und weil die Stimmung immer noch so Spitze war, spielten wir ewig viele Zugaben – und zwar Songs, die wir noch nie geprobt hatten. Dabei war „I can’t get no setisfaction“ wohl der Höhepunkt der Stümperhaftigkeit!
Nachdem wir nach dem Konzert noch nett mit den Leuten geplaudert hatten, brachen wir Richtung Hohenlohe auf. Die Heimfahrt war dann größtenteils echt witzig – aber auch dieses Mal blieb das 2007er =SPR= Autoglück nicht aus: Nachdem wir halb 3 h John Lemon abgeliefert hatten, war der SPRit alle. Wir hatten aber noch gut 80 km vor uns. Also ab zum Tankautomat. Nur geil, dass der keine unserer Karten fressen wollte, obwohl wir ewig rummachten. Also zurück zu John. Dieser war aber schon nicht mehr daheim, sondern mitten in der Nacht noch Richtung Glückseeligkeit aufgebrochen. Also schnappten wir uns nach ewigem Hin und Her seinen rotzbesoffenen Bruder, der gar nicht recht wusste wie ihm geschah und uns dann mit seiner Karte aushalf. Das war natürlich wieder eine recht humoristische Angelegenheit, weil Johns Bruder exakt ist wie John selbst und uns so mit seinem Gelaber noch sehr bei Laune hielt und aus einem Müdigkeitstief half. Nach dem der Tank dann endlich wieder Benzin inne hatte, lieferten wir Merchandiser Ernst am Arsch der Welt (hehe) ab und legten die letzten 45 km der Heimreise zurück, die Chris der Berg und ich mit sehr angenehmen GeSPRächen verkürzten.
Unterm Strich: Ein sehr ereignisreicher Abend mit einem super Konzert, sehr netten Leuten, einer super Vorband und garantiert nicht das letzte Zusammentreffen von =SPR= und Sinus!
Nächste Woche geht's für uns ja ab nach Berlin, worauf wir uns auch schon sehr freuen und was mit Sicherheit auch einen sehr lesenswerten Tagebucheintrag mit sich bringen wird. Ach ja, alle Bilder des Abends gibt es natürlich wie immer HIER
Jänz Jensen

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